Projekt

Als Luftfahrtpionier Albrecht Berblinger, der berühmte Schneider von Ulm, 1811 tapfer versuchte, mit seinem selbst gebauten Hängegleiter über die Donau zu fliegen, endete er im Wasser.

Trotz seines Fehlschlags war er Inspiration für viele nachfolgende Entwickler und Piloten, und seine Heimatstadt Ulm richtet unter seinem Namen seit 1986 den Berblinger Wettbewerb für Innovation in der Luftfahrt aus.
 
Als für 1996 die Entwicklung eines praxistauglichen Solarflugzeugs zum Thema gemacht wurde, formte sich rasch ein Team um Prof. Rudolf Voit-Nitschmann an der Fakultät Luft- und Raumfahrttechnik der Universität Stuttgart, um dafür ein Wettbewerbsflugzeug zu bauen.
 
Gleichzeitig bedeutete es ab 1995 eine einzigartige Gelegenheit für über 40 Studenten, dieses ganz besondere Flugzeug zu entwickeln und in die Luft zu bekommen.
 
Sie nannten das Projekt „icaré“ als Kombination aus den Namen von Ikarus, dem Helden aus der griechischen Mythologie, und Re, dem ägyptischen Sonnengott.


Auch nach dem Gewinn des ersten Preises in Ulm wurde icaré 2 stetig weiterentwickelt, und es entstanden sogar (bislang noch nicht realisierte) Konzepte für den Antrieb mittels Wasserstoff unter Verwendung einer Brennstoffzelle.
 
Nach dem ersten großen solaren Streckenflug über mehr als 350 km nach Jena durch Prof. Voit-Nitschmann wurde Rekordpilot Klaus Ohlmann auf das Projekt aufmerksam.
 
Er startet seit 2011 jeden Sommer von seinem Heimatflugplatz Serres aus, um weitere Rekorde mit icaré 2 in der Klasse „Solarflug“ zu erfliegen; seit dieser Zeit unterstützt der Uhrenhersteller Seiko den Betrieb und diese Rekordversuche als Hauptsponsor.